Fiffi-Gerritzen-Kurve: Die neue Heimat der Preußen-Fans

Eröffnung der Fiffi-Gerritzen-Kurve im LVM-Preußenstadion

Die Saison 2026/27 ist für den SC Preußen Münster ein Neustart – und zugleich ein historisches Jahr für die Fans: Aus der alten Osttribüne im LVM-Preußenstadion ist die Fiffi-Gerritzen-Kurve geworden. Eine neue, werbefreie Stehplatzkurve, die den Namen der größten Vereinslegende trägt und schon in den ersten Wochen mit Choreos der Ultras von Fede Nerblo und Gänsehautmomenten gezeigt hat, wofür sie gebaut wurde.

Aus der Osttribüne wird die Fiffi-Gerritzen-Kurve

Im Juli 2025 rollten die Bagger an der Hammer Straße an: Die verwitterte Osttribüne aus Beton und Stahl wurde abgerissen, an ihrer Stelle entstand eine neue Stehplatztribüne. Im Juli 2026 machten Verein und Stadionbetreiber offiziell, was für viele Preußen-Fans längst feststand: Die neue Kurve heißt Fiffi-Gerritzen-Kurve.

Der Name kommt aus der Fanszene selbst. Schon 2013 tauften die aktiven Fans ihren neuen Stimmungsbereich im damaligen Block N nach Fiffi Gerritzen – in Absprache mit seiner Familie. Die AG Preußenstadion brachte 2020 die Idee ein, den Namen auf die neue Kurve zu übertragen. Heute zieren von Fans gestaltete Schriftzüge die Blöcke O1, O2 und O3.

Werbefrei – dank Kurventaler

Eine Besonderheit: Die Fiffi-Gerritzen-Kurve bleibt frei von Werbung. Auch Namenspartner LVM verzichtet hier auf eine Werbefläche. Um die entgangenen Einnahmen teilweise auszugleichen, gibt es den „Kurventaler“ – einen kleinen Solidaritätsbeitrag, der im Ticketpreis enthalten ist und gemeinsam mit Fanvertretern entwickelt wurde.

Fede Nerblo: Die Ultras in der Kurve

Den Ton in der Fiffi-Gerritzen-Kurve geben die Ultras des SC Preußen Münster an: Fede Nerblo. Unter diesem Namen hat sich die Ultra-Szene der Adlerträger 2021 neu formiert. Fahnen, Gesänge, Choreos – was in der neuen Kurve passiert, trägt ihre Handschrift. Für die neue Kurve hat die aktive Fanszene eine eigene Soundanlage organisiert. Wie Fede Nerblo 2023 nach dem Fanmarsch den Heimspielauftakt begrüßt hat, seht ihr in unserem Fanmarsch-Artikel.

Premiere und erste Choreo

Ihre ersten Fans erlebte die neue Kurve am 1. August 2026 bei der Saisoneröffnung gegen den FC Southampton. Richtig laut wurde es zum Heimauftakt in der 3. Liga am 2. Spieltag gegen den FC Ingolstadt (1:1): Die Kurve zeigte zur Premiere eine Choreo mit Fahnen und einer großen Blockfahne – und dem Schriftzug „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ in Weiß auf Schwarz. Unser Video vom Tag der Eröffnung:

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„SCP, kämpf für unseren Namen“ – Choreo gegen Düsseldorf

Ausverkauft, 13.945 Zuschauer, Flutlicht: Beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 14. Oktober 2026 präsentierte die Fiffi-Gerritzen-Kurve zum Anpfiff die nächste Choreo – „SCP, kämpf für unseren Namen“. Und zum ersten Mal leuchtete der große LVM-Schriftzug am Stadion. Sportlich gab es trotz Führung eine bittere 1:2-Niederlage durch einen späten Gegentreffer.

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So kam der neue Schriftzug ans Stadion – ein Video des SC Preußen Münster:

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Sechs Tore gegen Rot-Weiss Essen

Stimmung pur auch im Westduell gegen Rot-Weiss Essen: Am 8. Spieltag trennten sich die Preußen und RWE 3:3 – ein Spiel, das zeigt, warum die neue Kurve so wichtig ist.

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Die Saison 2026/27: Neustart in der 3. Liga

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga spielen die Adlerträger 2026/27 wieder in der 3. Liga. Das Jahr steht im Zeichen des Neuaufbaus – und eines besonderen Jubiläums: Das Preußenstadion an der Hammer Straße wird 2026 100 Jahre alt, das erste Spiel fand am 12. Juni 1926 statt. Mit der neuen Kurve beginnt das nächste Kapitel.

Zum Jubiläum haben wir 100 Jahre Preußenstadion in einem eigenen Video festgehalten:

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Fakten zur Fiffi-Gerritzen-Kurve

  • Lage: Osttribüne des LVM-Preußenstadions, Hammer Straße
  • Ausgelegt auf rund 9.000 Stehplätze; in dieser Saison sind laut PreußenJournal bis zu 6.900 Plätze freigegeben, nach dem Schließen der Ecken (voraussichtlich 2027) rund 8.700
  • Blöcke O1, O2 und O3 mit Schriftzügen der Fanszene
  • Werbefrei, finanziert u. a. über den Kurventaler im Ticketpreis
  • Bezahlt wird im Stadion bargeldlos mit der Preußencard, per Karte, Apple Pay oder Google Pay

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