Preußen Münster vs. Fortuna Köln 1:0

26. April 20150 Kommentare

Da rappelte es am Samstag ganz schön in der Kiste…und zwar auf mehreren Ebenen. Aber fangen wir von vorne an:

Es war eines dieser Spiele im Preußenstadion, welches man mit einem komischen Bauchgefühl besuchte. Die Querelen der letzten Wochen waren deutlich spürbar. Der Rücktritt des Präsidenten Marco de Angelis, die (wahrscheinlich) sehr deutlich verspielte Chance auf den lang ersehnten Aufstieg in die 2.Liga, die Suspendierung von Dominik Schmidt und natürlich die Vorkommnisse beim Derby in Bielefeld.

Dementsprechend zäh gestaltete sich auch das Auftreten der Adlerträger über die gesamten 90 Minuten. Die Verunsicherung in der Mannschaft war immer noch deutlich spürbar und wird sich wohl erst frühestens in der Sommerpause legen, wenn ein nicht vermeidbarer Umbruch vollzogen werden muss. Marcel Reichwein markierte mit einem Kopfball nach Flanke von Benjamin Siegert gegen Ende der Halbzeit den entscheidenen Siegtreffer. Amaury Bischoff blitze mit einem sehenswerten Pfostenknaller auf und verhinderte in der 2.Halbzeit mit seinem Gesicht (!!!) den Ausgleich. Leider verletzte sich Amaury bei dieser Aktion schwer und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und einer Fraktur des Nasenbeins direkt ins Clemens-Hospital zur Kontrolle gebracht werden.

 

Leider war dies nicht die einzige Verletzung an diesem Tag an der Hammerstraße. „Zur Sache ging es“ ebenso im Block der „Deviants Ultras“ zu Beginn des Spiels. Eine scheinbar alkoholisierte „Junggesellenabschied“-Gruppe aus dem Umland provozierte die Seegers in Block M und wurde dabei auch handgreiflich. Bis zu diesem Punkt eine nicht allzu unübliche Situation, die entweder durch die Fans selber oder durch den im Stadion verantwortlichen Sicherheitsdienst innerhalb von kurzer Zeit hätte geklärt werden können. Als jedoch die Polizei das zum Anlass nahm, in den Block zu gehen um die Situation zu klären, eskalierte es. Auf Worte folgte ein fliegender Bierbecher und die fragwürdige Antwort eines Polizisten kam zwei Sekunden danach: Die Pfefferspray-Flasche wurde umfunktioniert als Schlagobjekt und landete mehrmals auf dem Hinterkopf eines Fans. Mit einer Platzwunde musste der Verletzte im Block behandelt werden und wurde danach in ein Krankenhaus transportiert. Ein weiterer Polizist liess sich in dem Gerangel ebenso zu einer fragwürdigen Aktion hinreissen und zog seinen Schlagstock schwingend über die Köpfe der unter ihm stehenden Fans. Hätten diese sich nicht schnell genug in diesem Moment geduckt, wäre mit weiteren Verletzten zu rechnen gewesen.

Ebenso fragwürdig das Zusammenziehen scheinbar fast aller verfügbaren Streifenwagen der Stadt nach dem Spiel auf der Hammerstraße, um einen Fan festzunehmen, der während der Rangelei einen Polizisten bespuckt haben soll. Oft werden die Ultras in Münster für ihr Verhalten kritisiert. Nach diesem Spieltag muss auch die Polizei Münster ihre Taktik & Verhalten hinterfragen und selbstkritisch damit umgehen!

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