Münsters Rathaus wird Kulturerbe Europas

17. Mai 2015

2015_KulturerbeRathaus

Im April 2014 war es endlich soweit. Die Europäische Kommission entschied das Münsters Rathaus, zusammen mit dem Rathaus von Osnabrück, als europäisches Kulturerbe ausgezeichnet wird. Endlich, denn es war bereits der dritte Anlauf der Stadt Münster eine solche Anerkennung für das hiesige Rathaus als bedeutende historische Stätte im Rahmen des Westfälischen Friedens von 1648 zu erlangen.

In den Jahren 2002 und 2011 gab es Bewerbungen um das prestigeträchtige UNESCO Weltkulturerbe. Beide Male leider ohne Erfolg. Als die EU dann das „Europäische Kulturerbe-Siegel“ ins Leben rief, liefen bei der Verwaltung alle Rädchen auf Hochtouren, um diese Auszeichnung für Münster einzuheimsen. Die erfolgreiche Bewerbung kann man eigentlich nur als Happy End bezeichnen. Dementsprechend ausgiebig wurde die Übergabe und Anbringung des Siegels am Freitag in Kombination von feierlicher Verleihung und einem Bürgerfest mit Essen und 1.200 Litern Freibier von Stuhlmacher zelebriert.

Die Auszeichnung mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel erhielt Münster (und auch Osnabrück) natürlich nicht aus reiner Gefälligkeit der Europäischen Union, sondern selbstverständlich aufgrund der herausragenden Rolle die dem Münsteraner Rathaus als Ort zukam. Es war der Schauplatz der Friedensverhandlungen und der daraus resultierenden Friedensverträgen von Mai bis Oktober 1648. Wie es auch in der offiziellen Mitteilung unterstrichen wird, steht das Rathaus als Verhandlungsort wie keine andere Stätte für die „Beendigung eines verheerenden Krieges durch diplomatische Verhandlungen statt durch militärische Gewalt„. Zu der historischen Bedeutung, die auch unsere kulturellen Werte maßgeblich mit beeinflusst hat und letztlich bis in unsere europäische Gegenwart wirkt, kommen als maßgebliches Kriterium für die Auszeichnung durch die Kommission auch praktischen Aspekte zu tragen. Das sind alle Aktivitäten und Veranstaltungen rund um das Ereignis „Westfälischer Frieden“, welche von der Stadt in Leben gerufen werden. Dabei soll nicht nur der Wert des historischen Ereignisses vermittelt werden, sondern auch die Tragweite, welche die damaligen Verhandlungen auf unser heutiges Zusammenleben in Europa haben, wie zum Beispiel religöse Toleranz. Der Westfälische Friede gilt schließlich auch als „Konfessionsfrieden“.

Hier könnt ihr euch noch ein paar bewegte Impressionen und ein kleines Statement von Oberbürgermeister Markus Lewe ankneistern:

 

 
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