Münsters Leezen Team: Stürze & Treppchen

16. Juli 20150 Kommentare

Zielgerade_LEEZE

*Update am 25.07.2015*: Das Rennen an der Nordschleife musste aufgrund der widrigen Wetterbedingungen kurzfristig abgesagt werden. Die Jagd auf das gelbe Trikot wurde also gestoppt, bevor sie begonnen hatte… Erst wurde das bevorstehende Rennen auf 75km verkürzt und zeitlich verlegt. Leider verbesserte sich die Wetterlage dann nicht und das Rennen wurde gecancelt. Der Kampf um das „Gelbe“ Trikot geht für das Münsteraner Team dann im nächsten Rennen selbstverständlich weiter und unsere Daumen bleiben weiterhin gedrückt!

Während sich die bekanntesten Radprofis der Welt aktuell bei der Tour de France messen, fiebert das Amateurlager dem Highlight beim German Cycling Cup entgegen – dem Rennen an der Nordschleife, der sogenannten „Grünen Hölle“. Anstiege mit bis zu 20% Steigung und Abfahrten, bei denen die Fahrer gut 100 Stundenkilometer draufkriegen. Es ist das siebte Rennen des German Cycling Cup und ein paar Jungs aus Münster planen dort den Angriff auf Platz 1 in der Einzelwertung.

Aber beginnen wir die Geschichte am Anfang: Zu Beginn dieses Jahres ging das Münsteraner Leeze – gebioMized Cycling Team aus dem damaligen Lock8 Team hervor. Seitdem werden die Geschicke des Teams in den schwarzen Jerseys und roten Helmen aus der Domstadt geplant. Auch die Fahrer sind größtenteils Locals: Acht Jungs kommen aus dem Münsterland oder sind sogar waschechte Münsteraner.
Während in der letzten Saison ein guter dritter Platz in der Teamwertung rauskam, steht die Mannschaft in dieser Saison eventuell vor dem ganz großen Wurf. Leeze – gebioMized Kapitän Paul Sicking liegt derzeit mit 13 Punkten Rückstand auf dem zweiten Rang der Gesamtwertung. Beim Rennen an der Nordschleife, am 25. Juli, will das Team seinen Kapitän ins gelbe Trikot fahren.

Das es in diesem Jahr überhaupt so gut läuft, ist eigentlich eine kleine Überraschung. Der Tourstart vom Leeze – gebioMized Cycling Team ging gründlich in die Hose. In Göttingen, beim ersten Rennen, bereitete die Mannschaft gerade einen Anstieg vor und versammelte die Helfer, um den nominellen Kapitän Martin Heine zu schützen. Doch am Fuße des Anstiegs gab´s einen großen Crash, von dem auch Heine und ein Großteil seiner Helfer mitgerissen wurden. Der fahrende Teamleiter Florian Otterpohl, der am Hinterrad des Kapitäns fuhr, konnte das Pech in diesem Moment gar nicht fassen: „Ich dachte, ach du Scheiße, da liegen ja nur rote Helme“. Zu allem Überfluß brach sich Martin Heine das Schlüsselbein, fuhr jedoch noch die verbleibenden 80 km bis ins Ziel. Die Jungs bauten sich schon auf der Rückfahrt mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor wieder auf.
In den folgenden Rennen wurden die Teamtaktiken gut umgesetzt und ordentliche Ergebnisse eingefahren. Der Durchbruch fürs Leeze – gebioMized Cycling Team kam dann bei der letzten Rundfahrt in Köln. Der neue Teamleader Paul Sicking fuhr aufs Treppchen. In einem starken Schlussspurt reichte es für Rang zwei. Mit Sicking als Führungsfahrer rechnet man sich jetzt gute Chancen aufs gelbe Trikot der German Cycling Tour aus, denn vom Typ her ist er ein echter Klassementfahrer. Vielleicht vom Fahrertypus her nicht so sehr zu vergleichen mit einem Chris Froome oder Vincenco Nibali, sondern eher einer wie Peter Sagan – sprintstark, mutig und ohne große Probleme bei Anstiegen.

Wenn ihr über die Ergebnisse und überhaupt die Geschicke des Teams auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt Leeze – gebioMized Cycling Team ganz einfach über Facebook. Da gibt´s regelmäßig Neuigkeiten und Geschichten von den Rundfahrten. Zum kommenden Rennen an der Nordschleife bieten die Jungs auch permanent Ergebnis-Updates an.
Das Finale der Saison findet übrigens im Rahmen des Münsterland Giros am 3. Oktober statt. Ordentlicher Support ist gerade für die Amateure das A und O, denn neben der Freude über sportliche Erfolge, gutem Zuschauerzuspruch (wie zuletzt in Köln) und der Möglichkeit mit guten Leistungen die Aufmerksamkeit eines Profi-Rennstalls auf sich zu lenken, springt in dieser Leistungsklasse für die Teams nicht viel raus. Dafür steckt ganz schön viel Aufwand dahinter: mehrmals die Woche trainieren, zu den Rennen meist morgens in aller Frühe raus, beim Vorbereiten mit anpacken und meistens erst spät Nachts wieder von den Rennen zurückkehren.
Wir drücken den Jungs jedenfalls die Daumen, dass es in dieser Saison mit dem Titel klappt und dass die Mannschaft von weiterem Verletzungspech verschont bleibt.

 

 

ms4l

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Der Teamaccount von Münster 4 Life.

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